P.A. Böckstiegel Freundeskreis e.V.
P.A. Böckstiegel
Freundeskreis e.V.

Biographie von Peter August Böckstiegel (1889-1951)

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Geburt in Werther/Arrode am 7. April als Sohn der Kleinbauern Wilhelm und Friederike Böckstiegel.

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Besuch der Volksschule in Werther.

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Beginn einer Maler- und Glaserlehre in Bielefeld.

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Studium in der Maler- und Lithografenklasse der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Bielefeld bei Ludwig Godewols.

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Besuch der Sammlungen von Karl Ernst Osthaus in Hagen und erste Begegnung mit Werken der modernen europäischen Kunst von Van Gogh, Cézanne, Renoir, Manet, Gauguin und Rodin.

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Besuch der Sonderbundausstellung in Köln und intensive Auseinandersetzung mit dem Schaffen Vincent van Goghs und dem deutschen Expressionismus.

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Landsturmmann im Ersten Weltkrieg, zunächst in Schlesien, später in Russland und Rumänien, und bis April 1919 in der Ukraine am Schwarzen Meer.

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Heirat mit Hanna Müller, Schwester seines Künstler Freundes Conrad Felixmüller. Engagement in der „Dresdner Sezession 1919“, ab diesem Jahr verbringt Böckstiegel die Zeit in den Sommermonaten in Arrode, die restlichen Monate des Jahres mit Wohnsitz und Atelier in Dresden.

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Böckstiegel erhält den Carlo-Torniamentischen Reisepreis der Dresdner Kunstakademie. Geburt der Tochter Sonja am 10. Februar.

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Böckstiegel wird der Große Sächsische Staatspreis zugesprochen, in den folgenden Jahren rege Ausstellungsteilnahmen vor allem in Dresden, Bielefeld und dem westfälischen Raum sowie Einzelausstellungen in ganz Deutschland.

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Geburt des Sohnes Vincent am 10. Februar.

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Verleihung eines als „Dürer-Preis“ bezeichneten Stipendiums der Stadt Nürnberg.

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Erste plastische Arbeiten aus gebranntem Ziegelton.

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Entfernung seines Bildes „Bauernkind mit Äpfeln“ (1919) aus der Gemäldegalerie Dresden.

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Weitere 91 Arbeiten werden als „entartet“ aus öffentlichen Galerien und Sammlungen entfernt und auf Femeausstellungen in Nürnberg und anderen Orten präsentiert.

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Bombardierung von Dresden, Zerstörung seines Ateliers und über 1000 seiner Werke sowie der gesamten Dokumentation, seitdem ständiger Wohnsitz in Arrode. Böckstiegel wird erster Vorsitzender der „Westfälischen Sezession 1945“ und beteiligt sich am Wiederaufleben der modernen Kunst in Westfalen.

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Erste Rückkehr nach Dresden, Beteiligung an der Zweiten Deutschen Kunstausstellung. Böckstiegel erhält ein Ehrenatelier in der Dresdner Akademie.

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Große Einzelausstellung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

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Böckstiegel stirbt am 27. März in seinem Geburtshaus in Werther, seine Witwe Hanna und seine Kinder Sonja und Vincent werden sich der Pflege und dem Erhalt der Werke des Künstlers und seines Hauses widmen.